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Informationszentrum Pflanzenschutz – sicher, sauber, schnell


Sicherer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Zur Prozessoptimierung gehört es, die Einzelschritte zu analysieren. Der Aufbau der Informationszentrum entspricht daher auch den vier Stufen: Lagerung, Befüllen, Spritzen und Reinigen. In allen Bereichen gibt es Hinweise zur Verminderung von Einträgen.

Umwelt, Betrieb und Pflanzen im Blick!

In der Regel werden zwei Eintragspfade für Pflanzenschutzmittel in Oberflächenwasser unterschieden:
Punktquellen: Hierbei handelt es sich um Einträge die hauptsächlich durch die Handhabung der Pflanzenschutzmittel resultieren, z. B beim Befüllen, Reinigen der Geräte und der Handhabung von kontaminierten Restflüssigkeiten. Punkteinträge sind für 50 bis 70 % der Pflanzenschutzmitteleinträge in Oberflächengewässer verantwortlich, das zeigten Untersuchungen der Universität Gießen. Diese Befunde decken sich mit Studien aus Belgien und England.
Diffuse Quellen: Dies sind Eintragspfade, die z. B. durch Bodenabschwemmungen nach der Applikation durch kräftige Niederschläge, Austrägen von Drainagen und durch Abdrift verursacht werden. Niederschläge und Erosion sind nicht oder nur mit  ackerbaulichen Maßnahmen zu beeinflussen. Daher liegt hier der Fokus auf der Abdriftminderung. Dieser Eintragspfad ist zwar schmäler als die beiden Anderen, allerdings kann hier der Landwirt direkt einwirken, z. B. über die Düsenwahl. Deshalb präsentieren die Hersteller ihre neueste abdriftarme Düsentechnik.

Schnelle und effiziente Arbeitserledigung
Hohe Arbeitsgeschwindigkeit in Verbindung mit geringem Wasserverbrauch erscheinen auf dem ersten Blick ökonomisch wie ökologisch sinnvoll. Wen wundert es, dass dies zu Zeiten geringer Rohstoffpreise heiß diskutiert wird. Doch wo sind die Grenzen, welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Wie bringt man Wirkungssicherheit, saubere Umwelt mit schneller und effizienter Arbeitserledigung in Einklang?


Saubere Reinigung
Für viele Landwirte ist die Reinigung der Pflanzenschutzspritze ein lästiges Übel. Dabei ist die Spritzenreinigung eine der Hauptursachen von »Punkteinträgen in Gewässer. Insbesondere die Reinigungen auf den Hofflächen stellen hierbei ein besonderes Risiko dar. Denn weder Waschplatz noch Ölabscheider sind biologisch Abbaubecken.
So ist die Reinigung im Feld die einfachste Methode, diesen Problemen aus dem Weg zu gehen. Eine kontinuierliche Spritzenreinigung auf dem Feld ist die beste Möglichkeit, Wasser vor Pflanzenschutzmitteln zu bewahren und vermeidet die Verfrachtung von Wirkstoffen. Voraussetzung ist jedoch das genaue Ansetzen der Spritzbrühe, denn die Spritze sollte im letzten Feld möglichst leer sein.

Kontinuierliche Innenreinigung – (k)ein neues System. Einige Spritzenhersteller bieten automatisierte Reinigungsprogramme in Neugeräten schon seit einiger Zeit an. Die Reinigung erfolgt entweder durch mehrfache Verdünnung oder durch »Herausdrücken« der Spritzbrühe aus dem System. Doch was geschieht mit den vielen in Gebrauch befindlichen Spritzen? Wir zeigen Lösungen, denn man kann die Reinigungssysteme der verschiedenen Hersteller auch nachrüsten.
Auch pflanzenbaulich macht eine Innenreinigung Sinn. Jeder Praktiker weiß, dass er vor der Behandlung von Raps, Zuckerrüben, Leguminosen und Mais eine intensivere Innenreinigung durchführen soll, insbesondere dann, wenn vorher Sulfonylharnstoffe oder Wuchsstoffe gespritzt wurden. In diesem Fall sollte die kontinuierliche Innenreinigung wiederholt werden.

Und was ist mit der Außenreinigung? Hier stehen prinzipiell zwei Verfahren zur Verfügung: Waschbürste oder Hochdruckreiniger. Wie man sich entscheidet ist im Prinzip egal. Wichtig ist, dass die Reinigung im Feld durchgeführt wird. Wird die Spritze auf dem Hof gereinigt, so ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Reste von Spritzbrühen in die Kanalisation und in Gewässer gelangen, denn Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und vor Fremdstoffen jeglicher Art zu schützen. Weitere praktische Hinweise geben wir Ihnen vor Ort.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Wilfried Wolf
+49/ (0) 69 / 24788-272
w.wolf(at)dlg.org